SPEZIAL: VIENNA CITY MARATHON

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Frau gewann die Politiker-Wertung
Die Ukrainerin Rima Dubovik, die am Sonntag bei der 18. Auflage des Vienna City Marathons ursprünglich den zweiten Platz belegt hat, ist am Montag nachträglich disqualifiziert worden. Die 37-Jährige war in 2:34:00 Stunden gestoppt worden, wobei ihre enorm differierenden Halbmarathonzeiten (1:22 bzw. 1:12) bereits unmittelbar nach dem Rennen Zweifel über ihre Leistung aufkommen ließen. Bei den Herren gewann der Portugiese Luis Novo, er hat den Favoriten Abraham Limo abgehängt.
Eine genaue Analyse der Teilzeiten ergab nun, dass die Ukrainerin Dubovik im Prater einen Abschneider genommen haben muss. "Eine 1:12er-Zeit auf den zweiten 21,0975 Kilometern können gerade einmal fünf Frauen auf der ganzen Welt laufen. Und Dubovik zählt da sicher nicht dazu", erklärte Rennleiter Hannes Langer heute Nachmittag. Damit rückte Shitaye Gemeche aus Äthiopien auf den zweiten Platz vor, neue Dritte ist deren Landsfrau Meseret Kotu. Weiters gab Langer bekannt, dass die Zeiten der Spitzenläuferinnen "um einige Sekunden nach unten korrigiert werden, weil sich das Damenfeld um rund 14 Sekunden zu spät in Bewegung gesetzt hat".
Bei den Herren ging es fairer zu
Mit Luis Novo haben nicht viele gerechnet. Locker und leichtfüßig trabte er dem favorisierten "Oldie" Kenyaner Abraham Lomo davon und brachte den Vorsprung über die letzten 7 km ins Ziel. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 20 km/h. Kein neuer Rekord, aber eine persönliche Bestzeit: 2:10:28. Novo holte sich damit den Siegerscheck über 12.000 Euro (165.124 S) ab. Der Sieger war überglücklich: "Ich wusste nicht einmal, ob ich hier laufen kann, habe erst vor 5 monaten nach einer Verletzung wieder zu trainieren begonnen, habe Turin ausgelassen. Die Strecke in Wien ist sehr ´frisch´ und schön." Novo hatte erst einen Marathon gewonnen, 1998 in Rheims.
Hinter dem Duo, Kampf um 3. Platz
Hinter dem Spitzenduo entbrannte schließlich im Finish ein beinharter Dreikampf um den letzten Podiumsplatz. Am Ende trennten den Dritten Fikadu Degefu (2:12:50), Ashebir Jate Demissie (2:12:51/beide Äthiopien) und Buchleitner gerade einmal sieben Sekunden. Damit bleibt der Salzburger Helmut Schmuck, der 1990 Dritter wurde, weiterhin der letzte ÖLV-Athlet auf dem Stockerl in Wien.
Buchleitner verpasste Ö-Rekord knapp
Großartig Michael Buchleitner. Leider musste er über weite Strecken alleine laufen, ohne seinen deutschen Trainingspartner. Mit seiner Zeit von 2:12:55 hat er zwar den Ö-Rekord von Gerhard Hartmann (2:12:22/13.4.86.) verpasst, qualifizierte sich aber für die Freiluft-Weltmeisterschaften in Edmonton (3.-12.8.). Zweitbester Österreicher wurde Max Wenisch als 15.
Bei Kilometer 18 kam der Einbruch
Der 5. Platz ist die beste Platzierung eines Österreichers seit 1990 (Helmut Schmuck). Im Ziel war der Wiener dennoch etwas enttäuscht: "Bei Kilometer 18 habe ich schon gezweifelt, ob ich überhaupt ins Ziel komme. Und am letzten Anstieg zum Rathaus war ich muskulär am Ende. Es tut weh, ich wäre gerne Rekord und aufs Stockerl gelaufen."
Beste Dame ist die 33-jährige Jane Salumae, aus Estland. Sie hatte schon voriges Jahr den Sieg in Los Angeles und Rom erlaufen. Ihr Dritter Erfolg! Siegerzeit bei den Frauen: 2:30:01. Zweite wurde jetzt nach Rima Dubovniks Disqualifikation, Shitaye Gemeche aus Äthiopien.
Ergebnisse des 18. Vienna City Marathons
Herren:
1. Luis Novo (POR) 2:10:28 Stunden
2. Abraham Limo (KEN) 2:11:48
3. Fikadu Degefu (ETH) 2:12:50
4. Ashebir Demissie (ETH) 2:12:51
5. Michael Buchleitner (AUT) 2:12:57
6. Badine El Miloudi (MAR) 2:14:07
7. Azzedine Sakhri (ALG) 2:14:10
8. Wilson Pkanaka (KEN) 2:16:50
9. Kiptanui Kimitei (KEN) 2:18:48
10. Massimo Leonardi (ITA) 2:18:54
weiter: 14. Max Wenisch (AUT) 2:25,43
15. Andreas Bernardo (AUT) 2:28:16
16. Peter Hechenberger (AUT) 2:28:38
17. Alois Redl (AUT) 2:29:16
18. Andreas Lindner (AUT) 2:30:16
19. Albert Steurer (AUT) 2:31:15
20. Anton Wippel (AUT) 2:31:34
31. Alois Stadlober (AUT) 2:36:16
Frauen:
1. Jane Salumae (EST) 2:30:00
2. Shitaye Gemeche (ETH) 2:34:15
3. Meseret Kotu (ETH) Zeit liegt erst Dienstag vor
weiter:
7. Margarete Kroiss (AUT) 2:54:46
8. Daniela Bidmon (AUT) 2:57:45
9. Renate Einfalt (AUT) 2:59:39.
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