Umwandlung wird mindestens ein Jahr dauern

Die Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) wird am Samstag in die neue Staatengemeinschaft Afrikanische Union umgewandelt. Damit wird der Zusammenschluss von 53 Staaten nach 38 Jahren auf ein höheres Niveau der Integration gebracht.
Das Vertragswerks für die Afrikanische Union tritt in Kraft, nachdem vor 30 Tagen zwei Drittel der OAS-Mitglieder - 36 Staaten - ihre Ratifizierungsurkunde vorgelegt haben. Der Prozess der Umwandlung soll mindestens ein Jahr dauern. Das weitere Vorgehen soll auf dem afrikanischen Gipfeltreffen vom 9. bis 11. Juli in der sambischen Hauptstadt Lusaka entschieden werden.
Die Afrikanische Union hat sich das Ziel einer gemeinsamen Verteidigungspolitik gesetzt. Konflikte unter Mitgliedsstaaten sollen mit friedlichen Mitteln gelöst werden. Bei grundsätzlicher Anerkennung des Grundsatzes der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten soll die Union in schweren Fällen wie Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein Interventionsrecht haben.
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