Samstag, 26. Mai 2001

Neo-FP-Volksanwalt will das Geld jedoch nicht

Ewald Stadler, kürzlich von der FPÖ zum Volksanwalt bestellt, hat schon in dreieinhalb Jahren Anspruch auf eine Pension in Höhe von 81.000 Schilling, die ihm ab dem 60. Lebensjahr ausgezahlt wird, berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Als Landtagsabgeordneter in Vorarlberg und Nationalratsabgeordneter im Parlament erwarb Stadler, der sich bei der Novellierung der Politikergagen für den Verbleib beim alten Bezügesystem entschied, sechseinhalb der zehn für eine Politikerpension notwendigen Dienstjahre.

Das bedeutet, dass er nach dreijähriger Tätigkeit als Volksanwalt in den Genuß einer Politikerrente in Höhe von 50 Prozent seines gültigen Letztbezuges (derzeit 162.000 Schilling) kommt. "Die Regelung ist dumm und verhunzt. Sie wird einer der ersten Fälle sein, die ich an Kollegen Peter Kostelka herantrage. Das fällt in der Volksanwaltschaft nämlich in seinen Geschäftsbereich", erklärte Stadler gegenüber FORMAT.

Weiters präzisierte der neue Volksanwalt seine Pläne in bezug auf die Kontrolle von Medien: "Man muss eine Möglichkeit finden, Leuten zu helfen, die von der Presse fertiggemacht werden." Er denke dabei etwa an die "kleinen Polizisten in der Spitzelaffäre".

26.5.2001 16:14