Nur der implantierte Chip für Bello kommt

Kampfhunde - tödliche Waffen? Diskutieren Sie mit!
In der hitzigen Diskussion rund um Kampfhunde wollte Wien für ganz Österreich eine Vorreiter-Rolle übernehmen: Mit einem Kampfhundeverbot und einem Hunde-Führerschein. Sie sollten im Herbst vom Landtag beschlossen werden. Aber jetzt sind beide Projekte gescheitert.
Das bestätigte heute eine Sprecherin von Wiens Umweltstadträtin Isabella Kossina (S). Die einzige Neuerung, die Realität wird: Die verpflichtende Kennzeichnung der Vierbeiner durch einen implantierten Chip.
Von den verschärften Bestimmungen, die noch von Kossinas Amtsvorgänger Fritz Svihalek (S) geplant worden waren, ist damit wenig übrig geblieben. Weder wird es eine zwingende Leinen- und Beißkorbpflicht ab einer bestimmten Größe, noch ein Verbot von als gefährlich geltenden Hunderassen geben. Auch ein ursprünglich überlegtes Hundeverbot für Vorbestrafte soll sich in dem Gesetz nicht mehr finden. "Wer seine Strafe hinter sich hat, sollte eine faire Chance erhalten", hieß es dazu aus dem Büro der Stadträtin.
Mit Enttäuschung reagierte die Wiener Grün-Gemeinderätin Susanne Jerusalem auf die geplante Gesetzesänderung: "Aus dem vollmundig angekündigten Hundehaltergesetz der Wiener SPÖ ist nichts geworden." Kossina habe beim Problem gefährlicher Hunde völlig resigniert. "Offensichtlich muss erst wieder etwas passieren, damit das öffentliche Interesse sich dem Problem gefährlicher Hunde widmet", so die Grüne Gemeinderätin.
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