Freitag, 25. Mai 2001

Anspruch ab erstem Tag in Überlegungen einbeziehen

ÖAAB-Obmann Werner Fasslabend hat am Freitag seine Forderung nach einem Abfertigungs-Anspruch ab dem ersten Tag abgeschwächt. Nun meint er nur noch, man sollte diese Frage diskutieren und in die gegenwärtigen Überlegungen einbeziehen.

Noch zu Wochenbeginn hatte er seine Forderung deponiert, dass die Dienstgeber-Einzahlungen mit dem ersten Tag der Beschäftigung beginnen müssten.

Nun gab sich Fasslabend im Ton deutlich moderater. Zwar betonte der ÖAAB-Chef, dass er selbstverständlich dafür sei, dass der Anspruch möglichst früh entstünde. Auf eine Festlegung verzichtete Fasslabend jedoch und verwies auch auf Bedenken der Wirtschaft.

Sympathie zeigte der ÖAAB-Obmann jedenfalls für den Vorschlag von Sozialminister Herbert Haupt (F), für den Tourismus-Bereich ein Abfertigungsmodell analog zur Regelung bei den Bauarbeitern zu finden. Dabei kann schon derzeit ein Anspruch erworben werden, auch wenn es bei der geforderten dreijährige Tätigkeit in einem Unternehmen zu Unterbrechungen kommt. Für Fasslabend wäre solch ein Ansatz für den Tourismus ein "sehr gutes Modell".

Wenig begeistert ist man bei den VP-Arbeitnehmervertretern darüber, dass sich die FPÖ jetzt quasi eine Vorreiterrolle in der Abfertigungsdebatte zugelegt hat. Sowohl Fasslabend als auch ÖAAB-Generalsekretär Walter Tancsits verwiesen darauf, dass die jetzt besprochenen Ideen allesamt auf einem schon in den 90-er Jahren entwickelten Konzept für den ÖAAB beruhen.

25.5.2001 12:51