Zehn asiatische Staaten vertreten

Die Außenminister der Europäischen Union und von zehn asiatischen Staaten haben am Freitag in Peking ihre Beratungen aufgenommen. Auf der Tagesordnung des Asien-Europa-Treffens (ASEM), das der chinesische Präsident Jiang Zemin eröffnete, standen Themen wie der Kampf gegen den Menschenhandel bis zum Annäherungsprozess zwischen Süd- und Nordkorea.
Zum Auftakt des Treffens forderte Chinas Präsident Jiang Zemin die EU auf, gemeinsam mit Asien eine neue politische und wirtschaftliche Ordnung zu fördern. Das Forum müsse sich zu einer wichtigen weltpolitischen Kraft entwickeln.
Jiang plädierte für eine neue "Seidenstraße" zwischen Asien und Europa, um den Austausch der Kulturen zu fördern. Indirekt reagierte er damit auf wiederholte westliche Kritik an der kommunistischen Regierung des Landes, die anders lautende Meinungen und Kulturen unter staatlicher Kontrolle hält.
EU-Außenkommissar Chris Patten betonte in Anspielung auf die Menschenrechtslage in China, der Prozess der Globalisierung müsse gesteuert werden. "Wir brauchen Regeln, um die Menschenrechte zu schützen, dem Recht zur Gültigkeit zu verhelfen und gutes Regieren zu fördern." Im Vorfeld der Konferenz hatten sich die asiatischen Mitglieder der Organisation geweigert, bei dem Treffen auch Menschenrechtsfragen anzusprechen. Die EU hatte wiederum Forderungen zurückgewiesen, Myanmar, das frühere Birma, in das Forum aufzunehmen.
Weitere Punkte auf der Themenliste sind eine Verstärkung der Kooperation Zwischen Europa und Asien, Sicherheitsfragen, Nordkorea und die Globalisierung. Das Treffen soll auch einen Vorschlag zur Eindämmung von Frauen- und Kinderhandel annehmen.
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