Oberbefehlshaber: Aktion verlief "planmäßig"

Die jugoslawischen Streitkräfte sind am Donnerstag in Südserbien wie vereinbart in die fünf Kilometer breite Pufferzone an der Grenze zum Kosovo eingerückt. Der zuständige Kommandant, Generaloberst Ninoslav Krstic, erklärt, die Aktion verlaufe "planmäßig".
In einer Direkteinschaltung ins Programm des Belgrader Senders "B-92" sagte Krstic, dass es wie erwartet "viele Probleme mit Minen, hinterlassenen Waffen und Munition" gebe. "Es gibt keine Verwundeten oder Verletzten", präzisierte er.
Das Regierungszentrum in Bujanovac hatte gemeldet, dass jugoslawische Sicherheitskräfte beim Einrücken in den Nordteil der Pufferzone unweit des Dorfes Beli Kamen aus Infanteriewaffen beschossen worden seien. Ein Lkw soll auch eine Panzermine überfahren haben. Opfer gab es keine.
Generaloberst Krstic erklärte, dass die jugoslawischen Sicherheitskräfte im Südteil der Pufferzone vor 14.00 Uhr an die administrative Grenze zum Kosovo vorgerückt seien. Im Nordteil der Pufferzone befänden sich die Sicherheitskräfte etwa einen Kilometer von der administrativen Grenze entfernt, präzisierte er. Die Militärkommandanten hatten zuvor den Abschluss der Militäraktion bis 14.00 Uhr angekündigt.
In der rund 80 Kilometer langen und fünf Kilometer breiten Region sollen am Donnerstag zwischen 4.000 bis 5.000 jugoslawische Militärs Stellung beziehen. In den Zentralteil der Zone soll das Militär allerdings erst am Monatsende einrücken. Wie die internationalen KFOR-Friedenstruppen im Kosovo bekannt gaben, stellten sich heute weitere 13 Angehörige der albanischen "Befreiungsarmee von Presevo, Medvedja und Bujanovac" den KFOR-Soldaten. Jugoslawische Behörden versprachen eine Amnestie für alle Extremisten, die bis heute ihre Waffen niederlegen.
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