"Zeiten politischer Einflussnahme auf Lithurgie vorbei"

"Die Zeiten politischer Einflussnahme auf die Lithurgie sollten vorüber sein": Mit schärfsten Worten hat sich der scheidende Diözesanbischof von Kärnten und Bischof von Graz-Seckau, Egon Kapellari, gegen Äußerungen des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider (FPÖ) gewandt.
Kapellari bezog sich damit auf den Umstand, dass Haider rund zwei Stunden vor der Vorstellungspressekonferenz von Bischof Schwarz in Klagenfurt am Dienstag den künftigen Oberhirten ermahnt hatte, er sollte sich rasch mit dem "zweisprachigen Bereich in Südkärnten" vertraut machen, "damit nicht wieder alte Zustände einreißen, die unter Egon Kapellari bereinigt wurden".
Kapellari richtete dazu an Haider die Aufforderung, "josefinistische Mahnungen oder gar Forderungen an den zukünftigen Diözesanbischof und an die Kirche überhaupt zu unterlassen".
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