Donnerstag, 24. Mai 2001

4.000 Soldaten und Panzer werden stationiert

Die jugoslawische Armee ist in den letzten Teil der Pufferzone zwischen dem Kosovo und Südserbien eingerückt, der bisher noch unter der Kontrolle der KFOR gestanden hatte. Gepanzerte Truppentransporter und T-55-Panzer rollten am frühen Morgen in den so genannten Sektor B ein.

Insgesamt sollten mehr als 4.000 Soldaten in dem Abschnitt der bisher entmilitarisierten Zone stationiert werden. Die NATO hatte dem Einmarsch zugestimmt, um einen Aufstand bewaffneter albanischer Rebellen in der Region niederzuschlagen. Die Sicherheitskräfte sollen für Ruhe in dem seit Monaten umkämpften Gebiet sorgen.

Am Montagabend hatten sich die albanischstämmigen Kämpfer der "Befreiungsarmee für Presevo, Medvedja und Bujanovac" (UCPMB) zur Niederlegung ihrer Waffen verpflichtet und damit offiziell ihren Kampf gegen die Regierung in Belgrad beendet.

Die Sicherheitszone war nach der NATO-Bombardierung im Juni 1999 eingerichtet worden, um Zusammenstöße der KFOR mit den Truppen des damaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic zu verhindern. Die Rebellen hatten die entmilitarisierte Zone in den vergangenen Monaten jedoch teilweise eingenommen und besetzt gehalten.

24.5.2001 09:14