Montag, 21. Mai 2001

Stagnation bei rund 76.000 BezieherInnen

Die Zahl der Karenzgeldbezieher stagniert seit mehr als einem Jahr bei rund 76.000 BezieherInnen. Im April gab es genau 76.161 vorwiegend Mütter, die Karenzgeld erhielten. Einen neuen "Rekordwert" - sowohl absolut als auch in Prozenten - gab es beim Anteil der Männer.

Immerhin 1.419 Vertreter des sogenannten starken Geschlechts - das sind exakt 1,863 Prozent - rafften sich auf, ihre Kleinsten zu betreuen, das geht aus den jüngsten Daten des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger hervor.

Ab Jänner 2002 wird das Karenzgeld vom "Kinderbetreuungsgeld" abgelöst werden. Derzeit beträgt die Höhe des Karenzgeldes 5.721 Schilling und wird bei Alleinerziehern eineinhalb Jahre und bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile zwei Jahre gewährt. Das Kindergeld wird 6.000 Schilling betragen, und wenn beide Elternteile die Betreuung übernehmen, drei Jahre ausbezahlt. Ein Elternteil kann maximal zweieinhalb Jahre das Kindergeld in Anspruch nehmen, wobei der Kündigungsschutz allerdings nur 24 Monate dauert.

Die Zahl der Anspruchsberechtigen für das neue Kindergeld wird 2002 auf Selbstständige, Hausfrauen, Studentinnen und Bäuerinnen ausgedehnt, was den Bezieherkreis um rund 50.000 ansteigen lassen dürfte. Insgesamt sollen nach einer Hochrechnung der Statistik Austria im nächsten Jahr fast 127.000 Personen das neue Kindergeld beziehen.

21.5.2001 11:49