Mittwoch, 16. Mai 2001

SPEZIAL: DER BENZINPREIS-WAHN

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Während ein Fachmann weiteren Preissteigerungen prophezeiht, reagierte Wirtschaftsminister Bartenstein
erfreulich rasch auf die Gipfel-Forderung. Nachdem gestern die Autofahrerclubs einen Benzinpreisgipfel gefordert haben, kam heute schon die Antwort.

Am kommenden Donnerstag, den 17. Mai wird zu einem Expertengespräch ins Wirtschaftsministerium geladen. Bei der Gesprächsrunde wird die von Minister Martin Bartenstein (V) im September 2000 eingesetzten Monitoring-Gruppe zusammenkommen, also Vertreter des Ministeriums, der Autofahrerclubs und der Sozialpartner. Nach einer Erhöhung um bis zu 40 Groschen Liter zu Beginn der Woche haben die Treibstoffpreise beinahe den "historischen" Höchststand des Vorjahres erreicht.

Die Konsumenten ziehen immer den Kürzeren
Nach Ansicht des ÖAMTC hat die Mineralölwirtschaft die so genannte 40 Groschen-Regelung seit Monaten zum Nachteil der Konsumenten ausgereizt. Von der im Mai des Vorjahres vereinbarten schrittweisen Absenkung der Kraftstoffpreise auf EU-Niveau ist nichts zu bemerken. Darüber und über einen Maßnahmenplan, unter welchen Umständen und zu welchem Zeitpunkt Preissenkungen in Richtung EU-Niveau erfolgen können, wolle man am kommenden Donnerstag diskutieren, so der ÖAMTC am Freitag in einer Aussendung.

Treffen muss vor Reisewelle statt finden
Der ARBÖ betonte erneut, dass die jüngste Erhöhung angesichts der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Rohölpreise für die Konsumenten unverständlich sei. Im Interesse der Kraftfahrer müsse daher bei dem Treffen noch vor Beginn der Reisewelle eine Lösung im Interesse der Kraftfahrer gefunden werden. Auf Dauer seien die höheren Nettopreisdifferenzen gegenüber den anderen EU-Ländern nicht gerechtfertigt. Die 40 Groschen seien bereits heute zu viel. Der Nettopreis sollte in Österreich maximal 20 Groschen je Liter über dem EU-Durchschnitt liegen, sagte ARBÖ-Sprecher Kurt Sabatnig am Freitag zur APA.

Beim letzten Benzinpreisgipfel im September 2000 hatte die OMV Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) im September vergangenen Jahres unbefristet zugesagt, die Nettopreise für Eurosuper und Diesel in Österreich nicht mehr als 40 Groschen über den EU-Durchschnitt anzuheben.

16.5.2001 18:20