Brendan Fraser jagt abermals ägypt. Hohepriester

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Ab heute steigt der altägyptische Fiesling Imhotep zum zweiten Mal aus seinem Sarkophag, um die Welt zu erobern. In den USA bricht das Grusical alle Rekorde.
Mit einem Special-Effects-Gewitter sondergleichen melden sich der coolste Abenteurer und der übelste Schurke der Kinosaison 1999 mit neuen Abenteuern auf die Leinwand zurück: Brendan Fraser tritt als Indiana-Jones-ähnlicher Hero Rick O’Connell erneut gegen den charismatisch-kahlen Hohepriester Imhotep (Arnold Vosloo) aus dem alten Ägypten an – denn: Die Mumie kehrt zurück!
Rekord-Film
Dass sich der vor 2.500 Jahren offenbar nur unzureichend begrabene Finsterling erneut aus seinem Sarkophag erheben darf, verdankt er weniger dem Fluch eines altägyptischen Gottes als vielmehr dem Segen der Buchhalter von Universal Pictures. Vor drei Jahren nämlich schon erwies sich der gruselig-komische erste Teil Die Mumie als merkantiler Geniestreich. Der bis dato eher in der C-Liga filmende Regisseur Stephen Sommers hatte mit seiner knallbunten Neuadaption des schwarzweißen Boris-Karloff-Klassikers den Überraschungs-Sommerblockbuster der Saison abgeliefert, der weltweit über sechs Milliarden Schilling einspielte. Also war völlig klar: Wer einmal von den Toten aufersteht, der tut das im Dienste einer Fortsetzung gerne wieder.
Universals Buchhalter frohlocken
Und tatsächlich erwies sich der im Vorjahr unter größter Geheimhaltung in den Universal-Studios von L. A. gedrehte zweite Teil in Sachen Box-Office-Erfolg als pures Gold. Beim US-Kinostart vor zwei Wochen zerbröselte The Mummy Returns (so der Originaltitel) fast alle Rekorde. Spielte der erste Teil 1999 in den ersten drei Tagen 43,3 Millionen US-Dollar ein, schafften Imhotep & Co jetzt 70,1 Millionen (umgerechnet rund 1,1 Milliarden Schilling) – mehr als Star Wars: Episode One vor zwei Jahren und nur ein Hauch weniger als die Dinos aus Jurassic Park 2: The Lost World.
Zehn Jahre später
Regisseur Sommers, der für die Fortsetzung auch gleich das Drehbuch schrieb, lässt seinen Abenteurer Rick O’Connell im Jahr 1935, also zehn Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils, dort weitermachen, wo er damals aufgehört hatte: in der ägyptischen Wüste. Zwar ist er immer noch der smarte Abenteurer im schneidigen Kolonialstil-Outfit, der mehr Kanonen mit sich rumschleppt als eine Kompanie Fremdenlegionäre. Dennoch ist aus dem einstigen Schlitzohr in der Zwischenzeit ein einigermaßen solider Ehemann und Familienvater geworden, der seine Evelyn (Rachel Weiss) bei ihren archäologischen Arbeiten unterstützt. Mit von der Partie ist auch der gemeinsame achtjährige Sohn Alex (Freddie Boath).
Der hat die Neugier seiner Mutter und den Mut seines Papas geerbt und fürchtet sich weder vor altägyptischen Gräbern noch vor dort vazierenden Grabräubern. Diese Courage wird die Familie auch dringend brauchen. Denn Evelyn wird seit dem ägyptischen Neujahrsfest von seltsamen Visionen und Träumen geplagt...
