Österreich-Drama (Mi, ORF 2, 20.15 Uhr)

Das Ehepaar Dorfmeister hat vom Nationalsozialismus profitiert: Die Villa, in der man die Pension verbringt, hat man im Zuge der Arisierung billigst erworben. Die Idylle findet ein jähes Ende als Tochter Anna nach langem Londonaufenthalt zurückkehrt: Ihr neuer Freund ist Jude.
Von seinem Engagement für die Nazis im Zweiten Weltkrieg hat das Ehepaar Vera (Erni Mangold) und Erich (Heinrich Schweiger) Dorfmeister ganz schön profitiert: Das betuchte Paar verbringt seinen Ruhestand in der stattlichen Villa, die es im Zuge der Arisierung seinerzeit zum Spottpreis erworben hat, während Tochter Isolde die gut gehende Apotheke weiterführt.
Trotz Wandel der Zeit ist die Gesinnung von Vera und Erich die gleiche geblieben. Sehr zum Leidwesen von Isolde, deren Ehe mit dem Jazzmusiker Paul (K. Wecker) deswegen gescheitert ist. Nur aus falschem Mitgefühl hat sie nie gegen die Eltern rebelliert.
Die Heimkehr der Enkelin und Tochter Anna nach einjährigem Londonaufenthalt beendet die Idylle: Sie bringt nämlich ihren Freund Sid mit, einen Juden. Als sich dessen Opa als ursprünglicher Besitzer der Dorfmeister-Villa und als ehemaliger Verehrer von Vera entpuppt, kommt's zum bitteren Eklat ...
Aufwühlende Generationenstudie und schonungslose Abrechnung mit Nationalsozialismus und Fremdenhass.

