Sonntag, 20. Mai 2001

Auch Dorotheum und Pleiteholding GBI auf Einkaufliste

Der frühere Steuerberater und Ex-LiF-Politiker Johannes Strohmayer will die insolvente Autozubehör-Kette Forstinger übernehmen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner morgigen Ausgabe.

Strohmayer hat vor, mit seiner Investgesellschaft Euro Capital Partners (ECP) ein Offert für Forstinger abzugeben. FORMAT zitiert: "Wir prüfen gerade die neuesten Zahlen. Wenn die Bank entsprechend nachläßt, ist Forstinger eine sehr interessante Sache."

Der im Ausgleich befindliche Autoteile-Filialist hat 600 Millionen Schilling Verbindlichkeiten bei der Bank Austria. Auf rund 350 Millionen ist das Kreditinstitut laut FORMAT bereit zu verzichten. Die Chancen von Strohmayers ECP für einen Zuschlag stehen gut, da es nicht viele Interessenten geben dürfte. Mittlerweile steht fest, daß ein Ausgleich bei Forstinger nur durch einen Verkauf zu erfüllen ist. Ansonsten ist der Anschlußkonkurs unvermeidlich. Strohmayer gegenüber FORMAT: "Wir hätten schon ein Management für die Forstinger-Gruppe."

Dorotheum-Kaufpreis: Rund 1 Milliarde Schilling
Auf der Einkaufsliste des Ex-Politikers steht laut FORMAT weiters das Auktionshaus Dorotheum, das von der ÖIAG verkauft wird: "Da werden wir uns sehr bemühen, damit wir zum Zug kommen." Kaufpreis: rund eine Milliarde Schilling. Auch für eine Übernahme der staatlichen Pleiteholding GPI, zu der Austria Antriebstechnik, Assmann Ladenbau und Ergee-Strümpfe gehören, interessiert sich Strohmayer. Von der ÖIAG hat die ECP bereits die Staatsdruckerei gekauft.

Drei Milliarden für Entwicklung von Krebs-Impfstoff
Für eine weitere ECP-Beteiligung, die Bio Life Science, ist Strohmayer gerade dabei, 200 Millionen Dollar, umgerechnet drei Milliarden Schilling, bei Investoren in New York zu sammeln. Die Bio Life Science arbeitet an der Entwicklung eines vorbeugenden Krebsimpfstoffes. Strohmayer im FORMAT: "Für Brustkrebs sind die Tierversuche abgeschlossen. Im Herbst sollen die Humantests beginnen. Da explodieren natürlich die Kosten."

20.5.2001 13:00