Verbindlichkeiten von Libro auf 2,2 Milliarden gestiegen

Für das Handelsunternehmen Libro wird es eng. Laut dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT haben sich die Bankschulden im letzten Jahr auf 2,2 Milliarden Schilling verdoppelt.
Eine FORMAT vorliegende Liste weist folgende Verbindlichkeiten aus:
Bank Austria/CA: 600 Millionen
Oberbank: 400 Millionen
Erste Bank: 300 Millionen
Raiffeisen-Gruppe: über 300 Millionen
Deutsche Bank: 300 Millionen
PSK: 200 Millionen
Bank für Kärnten und Steiermark: 100 Millionen
Vertrauliche Meetings der Bankenvertreter
Die Bankenvertreter hielten bereits vertrauliche Meetings ab, um sich über eine gemeinsamme Vorgehensweise bei Libro zu verständigen. Der Wirtschaftstreuhänder Arthur Andersen ist beauftragt, einen Bilanzstatus zu erstellen.
Laut FORMAT-Informationen könnte sich der Verlust für das Ende Februar abgelaufene Geschäftsjahr durch zusätzliche Wertberichtigungen auf rund 50 Millionen Euro erhöhen. Der Consulter Roland Berger wurde engagiert, um verschiedene Fortführungsvarianten für Libro zu bewerten.
Retter Bertelsmann?
Rettung könnte in Form des deutschen Medienriesen Bertelsmann nahen, der Interesse an einem Libro-Einstieg zeigt, wie Unternehmenskreise FORMAT gegenüber bestätigen. Erst am vergangenen Donnerstag reiste die Libro-Führung zu Verhandlungen mit Bertelsmann nach Deutschland. Die Banken machen Druck auf eine rasche Lösung.

