Trendwende an den Börsen

Bessere Börsenstimmung: Nach schweren Kursverlusten steht die Telekombranche derzeit wieder höher in der Gunst der Anleger. Hier die Pro und Contra für den Kauf von Aktien der Telekom-Austria.
PLUS:
Restrukturierung
Die Neuordnung des Konzerns funktioniert derzeit nach Plan. In den kommenden Jahren werden die Kostensenkungsmaßnahmen greifen und die Ertragslage entscheidend verbessern.
Treueprämie
Wer die Aktien mit Frühbucherbonus gekauft hat, sollte jedenfalls abwarten. In einem Jahr gibt es Gratisaktien.
Bewertung
Im Vergleich zu anderen Telekomwerten ist der Austrostock sehr günstig bewertet. Dazu kommt die relativ geringe Verschuldung, weil die UMTS-Lizenzen in Österreich billig waren.
Übernahmephantasie
Über kurz oder lang wird die TA von ihrem derzeitigen Minderheitseigentümer Telecom Italia übernommen werden. Der Kurs wird sicherlich über dem Emissionskurs liegen.
MINUS:
Noch in der Verlustzone
Der ursprünglich für 2001 angekündigte Turnaround wird sich um mindestens ein Jahr verzögern. Das erhöht das Risiko für Anleger.
Kleiner Markt
Die Telekom Austria hat nur in ihrem Heimatmarkt eine starke Position. Ausländischer Aktivitäten wie etwa in Kroatien fallen kaum ins Gewicht. Dadurch ist das Wachstumspotential beschränkt.
Politischer Einfluss
Der seit Monaten andauernde, schon fast peinliche Poker um die Nachfolge von Heinz Sundt schadet dem Unternehmen. Der Eindruck, die Position würde nicht ausschließlich nach fachlichen, sondern auch nach partei-politischen Kriterien besetzt werden, ist vor allem für ausländische Investoren abschreckend.
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