Steir. Leiterplattenhersteller expandiert nach China

22 österreichische Firmen haben am Rande des Arbeitsbesuches von Bundespräsident Thomas Klestil in Peking insgesamt 26 Projekte mit einem Gesamtgeschäftsvolumen von 4,4 Mrd. S (320 Mill. Euro) unterzeichnet. Weitere 400 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 500 Mill. Dollar (570 Mill. Euro/7,85 Mrd. S) sind in Vorbereitung.
Das größte der am Mittwoch unterzeichneten Projekte ist ein Leiterplattenwerk der steirischen Firma AT&S in Shanghai im Wert von 145 Mill. Euro (2,00 Mrd. S), an dessen Grundsteinlegung Klestil heute teilnehmen wird.
Wie Klestil vor österreichischen Journalisten in Peking sagte, hat die chinesische Seite als "Begrüßungsgeste" kurz vor seiner Visite der Errichtung von drei Projekten des VA Tech-Konzerns im Wert von rund 100 Mill. Euro zugestimmt. Dabei handelt es sich um zwei Wasserkraftwerke in Lang Ya Shan und Dapu sowie die Revitalisierung eines Stahlwerkes.
Klestil sagte am Mittwoch vor Journalisten, in China sind gute politische Beziehungen auch eine Voraussetzung für gute Wirtschaftsbeziehungen. Man muss allerdings auch die richtigen Produkte in guter Qualität anbieten.
Rekordinvestition von AT&S
Wie AT&S-Großaktionär Hannes Androsch gegenüber, ist die AT&-S-Investition mit rund zwei Mrd. S die größte, die je ein österreichisches Unternehmen in China tätigte.
Der chinesische Markt bietet mit 2,6 Mill. neuen Handy-Benutzern monatlich ein "gewaltiges Wachstumspotenzial", sagte AT&S-Chef Willi Dörflinger. AT&S folgt mit dem Leiterplattenwerk seinen wichtigsten Kunden, den Handy-Herstellern Nokia und Siemens, nach China.

