Weitere Streiks sind vorgesehen

Der Tarifkonflikt über höhere Gehälter für die Lufthansa-Piloten dauert an. Die Tarifpartner haben am Sonntag ihre Verhandlungen an einem geheim gehaltenen Ort wieder aufgenommen. Zu einer Einigung kam es aber noch nicht.
Über den Stand der Verhandlungen wurde nichts bekannt. Auch die Fortsetzung der Gespräche zwischen der Pilotenvereinigung Cockpit und der Deutschen Lufthansa in der Nacht war ungewiss. Ein Lufthansa-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.
Die Pilotenvereinigung Cockpit will am kommenden Donnerstag erneut ganztägig streiken, falls es bis dahin keine Einigung gibt. Beim ersten ganztägigen Streik der Piloten am vergangenen Donnerstag fielen 936 von 1140 geplanten Passagierflügen aus.
Lufthansa-Chef Jürgen Weber zeigte sich angesichts der Gehaltsforderungen der Piloten besorgt über den Betriebsfrieden in seinem Unternehmen. "Es fängt intern bereits kräftig an zu brodeln", sagte er. Zum Stand der Gespräche äußerte sich auch Weber nicht. Er sprach vom "schwersten Tarifkonflikt in der Geschichte des Unternehmens". Entscheidend sei, die Wettbewerbsfähigkeit der Lufthansa zu sichern. Die Forderungen der Piloten seien nicht erfüllbar.
Ob die Lufthansa ein neues Angebot vorgelegt hat, war zunächst nicht bekannt. Das Unternehmen hat bisher eine Einkommenssteigerung von durchschnittlich 10,6 Prozent im Grundgehalt plus einer Ergebnisbeteiligung von zwei Monatsgehältern für 2001 angeboten. Nach den Vorstellungen von Cockpit muss das Angebot für die von ihr vertretenen 4.200 Piloten jedoch Einkommenssteigerungen zwischen 30 und 35 Prozent vorsehen.

