max.Bundesliga: 8 Nicht-EU-Ausländer erlaubt

Offiziell sollen die österreichischen Klubs so konkurrenzfähig werden: Ab kommender Saison dürfen unsere Bundesliga-Klubs bis zu acht Nicht-EU-Ausländer (bisher 5) einsetzen. Für rotweißrote Talente heißt's gute Nacht!
Der diesbezügliche Antrag der Bundesliga wurde am Freitag vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft genehmigt. Damit käme man "den Wünschen entgegen, die Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Vereine in internationalen Bewerben zu verbessern", hieß es in einer Aussendung.
Gernot Zirngast, Ex-Bundesliga-Spieler und nunmehriger Vorsitzender der Spielergewerkschaft VdF, läuft gegen die neue Regelung Sturm. "Für uns ist das nicht akzeptabel. Wir werden jetzt so schnell wie möglich eine außerordentliche Sitzung mit den Spielervertretern festsetzen, um über unsere weitere Vorgehensweise zu beraten", meinte Zirngast und hofft dabei auf den ÖFB als "Mitstreiter". "Meiner Meinung nach ist das für den ÖFB eine existenzentscheidende Sache."
Ursprünglich war eine Regelung geplant, wonach auf dem Spielbericht maximal neun Ausländer, egal ob aus EU- oder Nicht-EU-Staaten, hätten aufscheinen dürfen. Dieser Plan wurde laut Zirngast vor allem von Rapid und Sturm Graz zu Fall gebracht. Das Ministerium hat zwar eine Enquete zur neuen Obergrenze angekündigt, an der alle Beteiligten zu Wort kommen sollen, für Zirngast ist dies aber "nur ein Zeichen des schlechten Gewissens." Zudem stößt dem VDF-Vorsitzenden auch die Tatsache sauer auf, dass die Spielergewerkschaft von den Klubs in den Entscheidungsprozess nicht miteinbezogen worden war.
