Freitag, 18. Mai 2001

Freude auf Salzburg, zittern mit Sturm

Das Titelrennen im Saison-Überblick

Matchball Tirol. Verliert Rapid oder gewinnt Tirol - dann ist der alte Meister auch der neue. Den Grünweißen bliebt - nona - nur die Hoffnung: Auf einen klaren Sieg gegen Lieblingsgegner Salzburg und auf Schützenholfe von Sturm Graz.

Mit dem SV Salzburg kommt ein Lieblingsgegner von Grünweiß nach Wien! Rapid hat nämlich seit April 1998 nicht mehr gegen die Mozartstädter verloren und musste in den dazwischenliegenden elf Meisterschaftsmatches ganze drei Treffer hinnehmen. Begonnen hat die stolze Serie mit einem Auswärtsremis im Oktober 1998, damals schoß Salzburg-Spezialist Rene Wagner (erzielte bereits 8 Tore gegen die Violetten aus dem Westen) das Rapid-Tor.

Tolle Serie gegen Salzburg
In den letzten fünf Aufeinandertreffen musste Ladi Maier, der stets das Rapid-Tor hütete, nicht einen einzigen Gegentreffer hinnehmen. Das möchte ihm diesmal natürlich Raimund Hedl, der den verletzten Tschechen schon im letzten Match prächtig vertrat, nachmachen. Höhepunkt der tollen Rapid-Serie war sicherlich das legendäre 5:0 im März 2000. In dieser Saison gewann Rapid dreimal 3:0.

Dokupil: "Die Fans sollen unser 12. Mann sein!"
Morgen kann Rapid theoretisch bis auf einen Punkt an Meister und Tabellenführer FC Tirol herankommen. Sportmanager Ernst Dokupil: "Gegen Salzburg zählt nur der Sieg. Die Mannschaft und ich haben die Saison noch lange nicht abgeschlossen und ich wünsche mir, dass uns morgen viele Fans zum Sieg gegen Salzburg treiben. Das Publikum soll unser 12. Mann sein, im Prater hat die Stimmung auch in den letzten beiden Spielen voll gepasst, obwohl nicht die großen Massen ins Stadion strömten. Morgen brauchen wir die Fans mehr denn je, schließlich wollen wir uns vor einer würdigen Kulisse verabschieden. Immerhin ist der Titel noch immer möglich und wir werden mit aller Kraft versuchen unsere Chance zu wahren."

Abschied Dejans von Hütteldorf
Am Samstag haben die Wiener Fußballfreunde wohl zum letzten Mal die Möglichkeit Dejan Savicevic live in Wien zu bewundern. Der Superstar und zweimalige Champions-League-Gewinner: "Es wird vermutlich meine letzte Partie vor heimischen Publikum sein. Fast zwanzig Jahre Profikarriere
haben Spuren hinterlassen und ich bin müde. Bei Rapid habe ich eine sehr schöne Zeit erlebt, nur ein Titel, der aber theoretisch heuer noch möglich ist, hat gefehlt."

Die Laufbahn von "Il Genio"
Dejan Savicevic startete seine Karriere als 16jähriger bei Buducnost, spielte dann bei Roter Stern Belgrad (Meister, Cupsieger und Meistercupsieger 1991) und war dann von 1992 bis 1998 Mitglied der großen Mannschaft des AC Milan. Dort feierte er drei Meistertitel (1993, 1994 & 1996), zwei Supercupsiege (1993, 1994), sowie
den Triumph in der Champions-League 1994, wo er beim 4:0 gegen den CF Barcelona ein Tor beisteuerte. Für Rapid bestritt er seine erste Partie am 7. Juli 1999, beim 2:0 gegen Bregenz konnte er sich gleich in die Torschützenliste eintragen. Insgesamt trug der fast 35jährige in 53 Pflichtspielen den grün-weißen Dress und dabei gelangen ihm 20 Tore (Meisterschaft 43/18, Europacup
7/2, ÖFB-Cup 3/0).

Die Spiele der 35. Runde in der maxBundesliga:

Alle Spiele um 16.30 Uhr

FC Tirol - Sturm Graz
SK Rapid - SV Salzburg
SW Bregenz - Admira Mödling
GAK - Austria Wien
SV Ried - LASK

18.5.2001 16:31