Immer knapp den Cut geschafft, nun will Brier den Sieg

Ein Jahr lang war die europäische Golf-Elite in Österreich nicht vertreten. Doch ab heute feiert zumindest die "kleine" europäische Tour, die Challenge-Tour ein Comeback. Auf dem Golfclub Murhof im malerischen Frohnleiten. Profi Marcus Brier, auf der European Tour meist in den Plätzen 30 bis 40 will beim "Heimspiel" endlich gewinnen.
Auch wenn auf der "kleinen" Tour Namen wie Colin Montgomerie oder gar Tiger Woods, die zur gleichen Zeit in Hamburg antreten, in der Steiermark fehlen, hat das für Österreich einen Vorteil. Denn auf dem Murhof versuchen nicht weniger als 16 heimische Golfer (plus neun in Österreich tätige Pros), im internationalen Geschäft zuzuschlagen - mit einer unumschränkten Nummer eins: Markus Brier.
"Das bin ich dem heimischen Golfsport schuldig!"
Der 32-jährige Wiener, der am Wochenende erstmals in seiner Karriere auf englischem Boden einen Cut schaffte und damit Aufwärtstrend bewies, ist das Aushängeschild des heimischen Golfsports, dessen Boom unverändert anhält. Er verzichtete auf das hochdotierte Turnier in Hamburg, um in Frohnleiten Zugpferd zu spielen. "Das bin ich dem heimischen Golfsport schuldig", erklärt er.
Bisher nichts weltbewegendes
Und Brier ist auch zuversichtlich. "Auch wenn heuer von den Ergebnissen her noch nichts Welt bewegendes dabei war, so spiele ich doch viel konstanter als im Vorjahr, was neun Cutts bei elf Turnieren beweisen. Und so wie ich im Moment den Ball treffe, ist ein Sieg bei den Austrian Open durchaus möglich." Und zumindest in einer Hinsicht hat der momentan 103. der europäischen Preisegeld-Rangliste einen Vorteil.
Die 15.000 Euro für einen eventuellen Sieg bei dem mit 90.000 Euro dotierten Turnier sind ihm egal - im Gegensatz zu den anderen, die jeden Euro für die Rangliste brauchen. "Deshalb werde ich sicher manchmal die Risiko-Variante wählen. Aber trotzdem werde ich mein bestes Golf spielen müssen, um am Ende vorne zu sein." Das wäre ihm zu wünschen, schließlich geht ihm im Profilager ein Sieg noch ab, auch wenn er schon ein Mal Zweiter war.
Starke Engländer und Schotten
Die anderen österreichischen Pros müssen ihre Ziele wohl etwas weiter unten ansiedeln. Denn die von Rudi Sailer, Niki Zitny und Ulf Wendling angeführte Riege hatte heuer auf der Challenge-Tour noch ihre Probleme. Und immerhin werden in der Steiermark mit Ashley Roestoff (RSA), Mark Foster, Andrew Sherbourne (beide ENG) sowie den Schotten Euan Little und Greig Hutcheon alle bisherigen Challenge-Tour-Sieger des Jahres dabei sein.
