Svetits tritt in zweite Reihe zurück

Viele hatten es vermutet, seit Dienstag ist es offiziell. Der Fußball-max.Bundsligist GAK wird einen neuen Präsidenten bekommen. Auf der vom Herbst auf den 30. Mai nach vor verlegten Generalversammlung wird Peter Svetits das Amt zurücklegen und an Konsul Rudi Roth übergeben.
"Der Resignation war da, ich konnte die Last nicht mehr alleine tragen", begründete Svetits seinen Entschluss, den Vorsitz des Vereines nach zweieinhalb Jahren (Oktober 1998) abzugeben. Doch bleibt der 43-Jährige dem Klub weiter erhalten. "Er wird einen - gut bezahlten - Vertrag als Sportdirektor bekommen. Ab 1. Juni ist er in diesem Posten tätig, der Vertrag gilt für zwei Jahre plus einer Option auf weitere zwei Jahre", erklärte Roth. Damit ist eine seiner Bedingungen, nämlich der Verbleib von Svetits, erfüllt.
Wünsche von Roth wurden erfüllt
Außererdem bekommt der neue Präsident auch seine Wunschleute als Vizepräsidenten. Einerseits Karl Weißkopf, Chef von Hauptsponsor Liebherr in Österreich, andererseits der südsteirische Spediteur Franz Glanz. Zudem wurde auch die Bedingung, dass das 100-Millionen-Schilling-Budget zumindest gehalten wird, ebenfalls erfüllt.
Neuer Präsi ist Honorarkonsul
Mit Roth übernimmt ein wahrhaft "honoriger" Geschäftsmann, immerhin ist Roth Honorarkonsul Ungarns, den Vorsitz des Vereines. Zudem ist er eine Gallionsfigur, wie es Svetits für den Klub wohl nie war. Denn Roth, heute Besitzer einer Ölfirma mit drei Milliarden Schilling Umsatz pro Jahr, spielte selbst von 1971 bis 1977 als Tormann beim GAK. "Ich hätte die Aufgabe wohl auch nicht übernommen, wenn ich nicht eine breite Zustimmung unter Fans und Freunden bekommen hätte", sagte Roth.
Neues Image
Mit ihm an der Spitze soll der GAK nicht nur ein neues Image bekommen. Zu den Zielen für die kommenden vier Jahres zählen auch eine neue Gesellschaftsform, eine große Feier zum 100-Jahr-Jubiläum im kommenden Jahr (Bayern München hat für ein Spiel bereits zugesagt) sowie der Bau der beiden Trainingszentren und den Erfolg der neuen Akademie.
Svetits zufrieden
Svetits blickte auf jeden Fall zufrieden in die Vergangenheit. "In meiner Zeit als Präsident haben wir für Transfers nur 25 Millionen Schilling ausgegeben, davon hat alleine Pamic 14 gekostet. Angesichts dieser Tatsache haben wir mit dem Erreichen des Europa-Cups ohnehin das Maximum herausgeholt."
