Gesamtkosten: 34,6 Milliarden Schilling

Die Stadtväter von New York City wollen die Olympischen Spiele 2012 in Nordamerikas größte Metropole holen. Der "Big Apple" soll dafür eine Milliarden schwere Modernisierungskur über sich ergehen lassen.
Die Spiele wären eine wunderbare Feier des Geistes der Weltstadt, sagte Daniel L. Doctoroff, Präsident des Bewerbungskomitees "NYC 2012", zur Vorstellung der Olympia-Pläne am Montag.
Stadtteil "Queens" wird neu gebaut
Sie würden der Acht-Millionen-Stadt auch den nötigen Schub geben, längst überfällige Bauvorhaben zur Verbesserung der Infrastruktur und zur Wiederbelebung von Sportstätten zu verwirklichen. Offiziell werde die 700 Seiten umfassende Bewerbungsschrift am 1. Juni dem Olympischen Komitee der USA übergeben, dass sie dann bei IOC vertreten solle. Für die Errichtung des Olympischen Dorfes soll die gesamte Südspitze des Manhattan gegenüber liegenden Stadtteils Queens völlig neu bebaut werden.
"Kultur-Olympiade" als Ergänzung
Parallel zu den sportlichen Wettkämpfen wollen die Organisatoren eine "Kultur-Olympiade" veranstalten, die alle großen Museen und Theater der Metropole einbezieht und die Weltstars aller Kunstgattungen nach New York lockt. Insgesamt rechnet das Komitee "NYC 2012" mit Kosten von 2,2 Milliarden Dollar (2,52 Mrd. Euro/34,6 Mrd. S).
Chancen noch fraglich
Die Stadt hat jedoch nur dann gute Chancen, die Spiele ausrichten zu dürfen, wenn das IOC die Spiele 2008 am 13. Juli nicht an die kanadische Wirtschaftsmetropole Toronto vergibt, sondern an eine der anderen Bewerberstädte (Peking, Paris, Istanbul, Osaka). Das IOC wäre sicherlich nicht geneigt, Olympia innerhalb von nur vier Jahren zwei Mal nach Nordamerika zu vergeben. Die letzten Sommerspiele auf dem Kontinent fanden 1996 in Atlanta statt.
