Slowenien hoch erfreut über Treffen Bush-Putin

Sloweniens Regierungschef Janez Drnovsek kann zufrieden sein: Im Rahmen von Gesprächen mit seiner Regierung werden am 16. Juni in Laibach die Staatsgäste George Bush und Wladimir Putin zu Beratungen zusammentreffen.
Die Wahl Sloweniens für das Gipfeltreffen sei ein Zeichen ausgezeichneter Beziehungen, die Slowenien sowohl mit den USA als auch mit der Russischen Föderation unterhalte, erklärte Drnovsek (Bild). Für Slowenien habe das Treffen "außerordentliche Bedeutung" und es sei zu hoffen, dass es zu größerer Stabilität und Festigung des Friedens beitragen werde. Der Besuch Putins und Bushs sei auch eine Gelegenheit für die Vertiefung der Beziehungen Sloweniens mit beiden Großmächten.
Slowenien: Gespräche werden "mit Freude" organisiert
Rupel gab bekannt, dass aus dem State Department schon vor einigen Tagen die Frage an die slowenische Regierung gerichtet wurde, ob man bereit wäre, das Treffen zu organisieren. Man habe "mit Freude" zugestimmt. Über die Entscheidung sei man allerdings erst Freitag Abend aus dem Weißen Haus informiert worden. Der Außenminister betonte, dass man mit der amerikanischen Delegation auch bilateral Kontakt aufnehmen werde. Für das slowenische Image in der Welt sei dieses Ereignis als "unbezahlbar" zu bezeichnen, sagte Rupel. Er kündigte auch an, dass im Gespräch mit Bush auch der Wunsch Laibachs, in November nächsten Jahres die Einladung für NATO-Beitrittsverhandlungen zu erhalten, zum Ausdruck gebracht werde.
In Laibach begannen sogleich Mutmaßungen darüber, wo der amerikanisch-russische Gipfel stattfinden wird. Man vermutet, dass das im slowenischen Regierungsgebäude oder im Protokollarschloss Brdo bei Kranj (Krainburg), etwa 30 Kilometer von der slowenischen Hauptstadt und nur einige Kilometer vom Laibacher Flughafen Brnik entfernt, sein könnte. Die Entscheidung darüber soll in Kürze fallen. Größere Schwierigkeiten dürfe den Gastgebern die Unterbringung mehrerer Tausend Journalisten, Sicherheitsleute und des sonstigen Begleitpersonals beider Staatsmänner bereiten, obwohl man schon heute aus Regierungskreisen vernimmt, es werde "keine Probleme" geben, denn man habe genug Erfahrungen beim Besuch Bill Clintons im Jahre 1999 gesammelt.
Gipfel knapp vor 10-Jahres-Feier Sloweniens
Das amerikanisch-russische Treffen wird nur neun Tage vor der großen Feier anlässlich des 10. Jahrestages der Gründung des souveränen slowenischen Staates stattfinden. Zu der Feier werden zahlreiche ausländische Persönlichkeiten erwartet.
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