"FP fällt Umstellung noch schwer"

Der FP-Bundeskongress am 23. Juni ist der Startschuss für die FPÖ neu. Ein Köpferollen ist nicht ausgeschlossen. FP-Generalsekräterin Zierler ist Mitorganisatorin das Kongresses. Im NEWS-Interview spricht sie über Alltagsfrust und FP-Kritiker.
News: Frau Zierler, Sie sind für die Organisation des FP-Bundeskongresses im Juni mitverantwortlich. Was erwartet uns dort außer einer groß angelegten Show?
Zierler: Ein Dialog mit vielen Menschen ist keine Show. Uns geht es um Aussprachen und direkten Kontakt mit der Basis. Wir werden über 50.000 Einladungen verschicken. Aber uns ist natürlich klar, dass nicht so viele Menschen kommen werden.
News: Was soll bei diesem Kongress konkret passieren?
Zierler: Das Entscheidende freiheitlicher Politik ist, dass wir Politik für Menschen machen. Das geht nicht von oben herab, nur gemeinsam.
News: Wird es dort nicht vielmehr zu Personalrochaden kommen?
Zierler: Es ist offenbar der Wunsch der Medien, zumindest einen Kopf serviert zu bekommen. Aber es wird kein Köpferollen geben.
News: Das FP-Generalsekretariat wird immer wieder von blauen Funktionären kritisiert - vor allem die Kommunikation.
Zierler: Wir haben die Kommunikation stark verbessert, wir müssen allerdings unsere Mitglieder mehr motivieren, diese Informationen auch anzunehmen. Für manche Funktionäre ist die Umstellung von der Opposition zur Regierung immer noch schwer.
News: Reinhart Gaugg wünscht sich einen General à la Westenthaler.
Zierler: Man kann als Generalsekretär nicht von allen geliebt werden. Ich bin keine Kopie. Ich habe eine andere Wortwahl und Persönlichkeit.
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