Donnerstag, 17. Mai 2001

"Grassers VP-Kritiker sind Reformverweigerer"

Vizekanzlerin Riss-Passer arbeitet daran, die FPÖ umzubauen. Im NEWS-Interview spricht Sie über ihre Pläne.

News: Innenpolitisch schaut es nicht rosig für die FPÖ aus. Ihr Sozialsprecher Gaugg hat die FP-Minister Haupt und Grasser schwer kritisiert.
Riess-Passer: Mit Gaugg sind die Dinge ausgesprochen.

News: Die Kommunikationsarbeit Ihres Generalsekretariats wird ebenfalls kritisiert.
Riess-Passer: Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Da gibt es eine Bring- und Holschuld. Und das Funktionieren der FPÖ hängt ja nicht nur vom Generalsekretariat ab. Wir haben den Informationsfluss innerhalb der FPÖ in den vergangenen Wochen erheblich verbessert. Aber die Funktionäre müssen die Informationen auch annehmen und verwerten.

News: Also keine Veränderungen im Generalsekretariat?
Riess-Passer: Es wird eine Effizienzsteigerung der Parteigeschäftsführung auf allen Ebenen geben.

News: Bis zum FP-Bundeskongress im Juni?
Riess-Passer: Das wird der Startschuss für einen intensiveren Wählerkontakt. Auch die Regierungsmitglieder müssen mehr in den Ländern unterwegs sein. Es reicht nicht, nur gute Sacharbeit in den Ministerien zu leisten.

News: Exminister Edlinger bezweifelt, dass Grassers Nulldefizit halten wird. Und auch LH Weingartner übt wieder Kritik.
Riess-Passer: Das Nulldefizit wird halten. Und auch die Steuerreform und die Lohnnebenkostensenkung werden kommen. Edlingers Mathematikprobleme sind bekannt. Er hat außer Schulden nichts zustande gebracht. Und die anderen, die Grasser kritisieren, wie Weingartner, wollen bloß nicht sparen und sind Reformverweigerer.

News: Bestärkt Berlusconis Wahlsieg eigentlich Haiders EU-Pläne? Was halten Sie von einer EU-Kandidatur Haiders?
Riess-Passer: Er wäre sicher sehr erfolgreich.

Das gesamte Interview finden Sie im aktuellen NEWS.

17.5.2001 07:20