Wenig Interesse auch an PädAks und Privatunis

Die Studierenden dürften die Wahlen zur Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) nicht als Votum gegen die Einführung von Studiengebühren nutzen. In den Wahllokalen kam es jedenfalls an den ersten beiden Tagen der dreitägigen ÖH-Wahl zu keinem Ansturm.
Von leichten Zuwächsen berichteten die Universitäten Innsbruck und Graz, sonst lässt sich kein eindeutiger Trend ausmachen. Die Wahlbeteiligung an ÖH-Wahlen ist traditionell gering und erreichte 1999 mit 27,53 Prozent einen absoluten Tiefststand.
In Innsbruck gingen am ersten Tag 14 Prozent der Wahlberechtigen wählen, 1999 waren es zu diesem Zeitpunkt erst zehn Prozent. Auch an der Uni Graz ist man laut Schätzungen "etwas über den Zahlen von 1999". An der Universität für Bodenkultur berichten die Vertreter der Wahlkommissionen von einem ähnlichen Trend.
"Eher gleichbleibend" hieß es dagegen an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien, zwölf Prozent der Wahlberechtigten hatten am ersten Tag ihre Standesvertreter gewählt. Unklar ist die Lage an der größten heimischen Uni, der Universität Wien. Hier lässt sich nur sagen, dass am ersten Tag zwischen 8,1 und 11,2 Prozent gewählt haben, die Unsicherheit ergibt sich durch den relativ hohen Anteil an Doppelstudien. 1999 hatten an der Uni Wien 28,4 Prozent gewählt.
Bei den erstmals wahlberechtigten Studierenden an den 28 Pädagogischen Akademien und den vier Privatuniversitäten gibt es kein großes Interesse an den ÖH-Wahlen.
Insgesamt sind rund 230.000 Studierende aufgerufen, ihre Interessenvertretung zu wählen. Das Endergebnis soll Donnerstag Abend vorliegen
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