Parlamentarier beißt sich durch ..

Im jordanischen Parlament geht es heiß her: Erst kam es zu einer Schlägerei, dann biss ein Abgeordneter dem Gegner ein Ohr ab! Das Ohr konnte gerettet werden, eine Untersuchung wurde angeordnet.
Bei einem hitzigen Streit mit darauffolgender Schlägerei im jordanischen Parlament ist am Sonntag einem der beteiligten Abgeordneten ein Ohr fast abgebissen worden. Das Ohr wurde in einem Krankenhaus der Hauptstadt Amman wieder angenäht. Opfer und Täter beschuldigten sich gegenseitig, den Streit begonnen zu haben. Parlamentspräsident Abdul-Hadi el Madschali hob die Immunitität der beiden Abgeordneten auf und ordnete eine rechtliche Untersuchung des Vorfalles an.
Ursache Stammesstreit
Der Streit zwischen Mansur Seif Eddin, einem Abgeordneten tscherkessischer Abstammung, und dem Parlamentarier Achmet Oweda Abadi, war durch eine Auseinandersetzung am Wohnort der beiden Politiker ausgelöst worden. Sowohl Eddin als auch die Familie Abbadi leben in einem Vorort Ammans, in dem es eine große tscherkessische Gemeinschaft gibt. Eddin hat Abbadi, einen früheren Polizeioffizier, beschuldigt, die Tscherkessen zum Verlassen des Viertels aufgefordert zu haben.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren viele Tschetschenen aus ihrer Heimat nach Jordanien ausgewandert, das damals noch zum Osmanischen Reich gehörte. Heute leben etwa 80.000 Menschen tscherkessischer Abstammung in Jordanien.
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