"Mit Verlaub, Fürstin, sie reden Blödsinn!"

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (41) schockiert die Welt mit ihren rassistischen Skandal-Äußerungen: "Afrika hat Probleme nicht wegen der Verhütung. Da sterben die Leute an Aids, weil sie zu viel schnackseln. Der Schwarze schnackselt gerne."
Die Aussagen der Regensburger Fürstin Gloria von Thurn und Taxis über den angeblichen Zusammenhang zwischen dem Sexualleben von Afrikanern und der Aids-Seuche haben einen Sturm der Empörung ausgelöst.
In der "Bild"-Zeitung bezogen mehrere in Deutschland lebende Schwarze zu den Aussagen von Gloria deutlich Stellung. "Das ist doch absoluter Schwachsinn und total diskriminierend", sagte die Schauspielerin Liz Baffoe. Auch Paulo Sergio, Stürmer von FC Bayern München, "kann nicht verstehen, wie man so etwas sagen kann". TV-Moderatorin Mo Asumang kritisierte das "dumme Vorurteil" und VIVA-Moderator Mola Adebisi bescheinigte Gloria "wenig Bildung". Seine weiße Freundin "schnackselt fast noch lieber als ich", bemerkte der 28-jährige Musikexperte.
Auch andere bayerische Blätter kritisierten am Freitag Glorias TV-Auftritt. Die Fürstin ist von einem Fettnäpfchen ins nächste gestolpert, schrieb die Münchner "Abendzeitung" und titelte: "Mit Verlaub, Fürstin, sie reden Blödsinn!". Talkmaster Michel Friedman nannte Glorias Äußerungen "unerträglich und unverantwortlich".
Die Münchner "TZ" bemerkte, Glorias Statements hätten Friedman in der Sendung teilweise die Sprache verschlagen. Die "Mittelbayerische Zeitung", als Regensburger Lokalblatt traditionell mit dem Thurn-und-Taxis-Fürstenhaus verbunden, schrieb, Friedman hat Gloria ausreden lassen, "auch wenn er sie zu ihrem Heil besser unterbrochen hätte".

