Für Bauern ist die Situation nach wie vor schlimm

Fleisch ist wieder in: Die Österreicher haben wieder Vertrauen in heimisches Fleisch gewonnen. "Der Verbrauch ist auf vergleichbare Größen zurückgegangen", meinte AMA-Sprecher Oskar Wawschinek.
Es sei zwar noch nicht der "Normalzustand", wie er vor BSE und Maul- und Klauenseuche (MKS) geherrscht hatte, erreicht. Das zuletzt festgestellte Minus im Fleischkonsum von rund 10 Prozent sei aber bereits deutlich überholt.
Durch die laufende Ankaufsaktion der EU sei die Situation auf dem heimischen Fleischmarkt gut und es gebe keinen Mengendruck. Die Preissituation für die Bauern sei jedoch nach wie vor "höchst unbefriedigend", so Wawschinek. Der Erzeugerpreis liegt noch immer um 20 bis 25 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. "Wenn sich diese Situation nicht ändert, werden viele Bauern aufgeben müssen", ist man sich in der AMA sicher, denn "wirtschaftlich sind diese Preise ruinös".
Eine Kostenentlastung auf Betriebsmittelseite sei ebenfalls nicht zu erwarten. Diesel ist nicht gerade billiger geworden und durch das Tiermehlverbot in Futtermitteln sind die Preise für das Ersatzfutter Soja gestiegen, erklärte der AMA-Sprecher.

