Vorrang für Lebensmittelsicherheit

Die Europäer wollen mehr über die Landwirtschaft erfahren. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der EU-Kommission, deren Ergebnisse am Donnerstag in Brüssel vorgestellt worden sind.
Nach der noch vor Ausbruch der BSE-Krise und der Maul- und Klauenseuche unternommenen Befragung wollen mehr als 90 Prozent der EU-Bürger mehr über Landwirtschaft wissen.
Die Hälfte der Befragten wusste, dass eine gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) existiert und was deren Inhalte sind. Alle wesentlichen Entscheidungen im Bereich Landwirtschaft, wie etwa finanzielle Unterstützungen für Bauern oder Vorschriften zur Rinderzucht, werden in Brüssel getroffen und nicht in den einzelnen EU-Mitgliedsländern.
"Diese Umfrage zeigt, dass wir die Diskussion darüber, was wir essen und trinken, und darüber, wie die Zukunft der Landwirtschaft aussehen soll, nicht nur Experten und Politikern überlassen dürfen", sagte EU-Agrarkommissar Franz Fischler. Die Menschen interessierten sich für diese Themen. "Angesichts der BSE-Krise und der Maul- und Klauenseuche nimmt dieses Interesse natürlich noch zu", sagte Fischler. Nach der Umfrage räumen die Menschen den Themen Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz Vorrang ein.

