Schein-Rechungen um sechs Millionen Schilling!

Sieben Mal schuldig - so endete der Bau-Prozess in Korneuburg! Kurz vor Ende des Prozesses kam es zu noch zu einer überraschenden "Beichte": Einer der angeklagten Baumanager bekannte sich - entgegen seiner bisherigen Verantwortung - schuldig. Er hätte von Scheinrechungen in der Höhe von sechs Millionen Schilling gewusst.
Der Prokurist gab zu, im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für die ARGE Vorfelderweiterung in Vereinbarung mit Franz G. dessen Schein-Rechnungen toleriert zu haben. Bei einem Bauvolumen von 20 Millionen sind laut Richterin Karin Santa über sechs Millionen abgeschöpft worden. Als Gegenleistung wurden St. eine Heizung und ein Wintergarten gebaut, wie er heute zugab - auch, dass ihm bewusst gewesen sei, dass es sich dabei um Steuerhinterziehung handelte.
Er gestand weiters, bisher falsch ausgesagt zu haben. Ein Urteil dürfte am Freitag folgen.
Die weiteren vier Baumanager sowie jene zwei der Geldwäsche Beschuldigten blieben hingegen bei ihrer bisherigen Verantwortung. Nach den Vorstellungen des Senates sind auch ihre Fälle morgen, Freitag, spruchreif. Sollte das nicht der Fall sein, könnte auch am Wochenende verhandelt werden, so Santa.
Beweisanträge von Karl Bernhauser, Anwalt von G., waren abgewiesen worden. Für die Ex-Airport-Mitarbeiter - sowie den Prokuristen in einem Faktum - geht der Prozess am Montag weiter.

