Siemens nennt Bericht "Spekulation"

Der Münchner Siemens-Konzern plant nach Mediengerüchten den Abbau von mehr Stellen als bisher bekannt. Konzernchef Heinrich von Pierer wolle damit die Renditeziele erreichen und habe das Spitzenmanagement auf diesen Kurs eingeschworen.
Außerdem sollten Qualitätsverbesserungen, Wachstumsoffensiven und Einsparungen durch E-Business aus der Krise helfen.
Ein Siemens-Sprecher nannte die Berichte "Spekulation". Richtig sei allerdings, dass das Spitzenmanagement und von Pierer auf einer turnusmäßigen Sitzung Ende vergangenen Woche ein "ganzes Bündel" an Maßnahmen beschlossen haben. Dazu wolle sich das Unternehmen allerdings erst im dritten Quartal äußern. Für den Bereich Information & Communication Networks (ICN) würden möglicherweise schon bei einer Analystenkonferenz in London in dieser Woche Ergebnisse bekannt gegeben.
Siemens hatte vor zehn Tagen bei seiner Halbjahreskonferenz in Budapest wegen der unsicheren Lage auf den weltweiten High-Tech-Märkten den Abbau von mehreren tausend Stellen angekündigt. Alleine in Deutschland sollen 4.000 Jobs gestrichen werden. Österreich ist laut Konzernangaben von dem Stellenabbau nicht betroffen.

