Eurosuper auf Höchststand seit 09/2000: Über 14 S !!!

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Die heimischen Benzinpreise haben am Montag ein neues Rekordhoch erreicht: Die OMV erhöhte die Höchstpreise für Eurosuper und Normalbenzin um 30 Groschen, jene für Super Plus sogar um 40 Groschen.
Erstmals seit September des Vorjahres kostet ein Liter Eurosuper damit wieder über 14 S. Die Dieselpreise blieben hingegen am Montag unverändert.
ÖAMTC sieht keine objektive Begründung für Preissteigerung
Der ÖAMTC sieht für die jüngsten Erhöhungen bei den Spritpreisen keine objektive Begründung. Die Rohölpreise seien seit dem Herbst des Vorjahres deutlich zurückgegangen. Während ein Fass (159 Liter) Rohöl im Vorjahr noch rund 35 Dollar (39,2 Euro/540 S) gekostet habe, liege der Preis nun bei rund 25 Dollar, sagte ÖAMTC-Verkehrsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau am Montag.
Die jüngste Erhöhung könne lediglich als Folge der heute Vormittag erhobenen EU-Nettopreise gedeutet werden. Nachdem die Preiserhöhung erst am Nachmittag erfolgte, sei diese nicht mehr in der dieswöchigen Erhebung der EU-Kommission enthalten. Die heutige Preiserhöhung sei als "typische Preiskorrektur zu Beginn der Woche" zu sehen.
Vereinbarte Grenze für ÖAMTC "Augenauswischerei"
Brugger-Brandau sieht darin eine "Augenauswischerei". Seit Monaten würde die vereinbarte Grenze von 40 Groschen über dem EU-Nettopreis permanent ausgereizt und unmittelbar nach der Erhebung überschritten, so die Expertin. Eine Absicht der Mineralölwirtschaft, die Preise mittelfristig an den EU-Durchschnitt anzupassen, sei nicht zu erkennen, so Brugger-Brandau.
Die EU-Kommission erhebt jeden Montag die Durchschnittspreise in der EU. Die Ergebnisse der Erhebung werden für Dienstagnachmittag erwartet. Die OMV hatte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) im September vergangenen Jahres unbefristet zugesagt, die Nettopreise für Eurosuper und Diesel in Österreich nicht mehr als 40 Groschen über den EU-Durchschnitt anzuheben.
Eurosuper bei 14,15 S, Super Plus 15,05 S
Ein Liter Eurosuper kostet nach der jüngsten Erhöhung an den Bedienungstankstellen des Marktführers OMV maximal 14,15 S (1,03 Euro), Normalbenzin 13,95 S und Super Plus sogar 15,05 S. Der höchste Literpreis für Diesel liegt weiterhin unverändert bei 11,45 S. Der ÖAMTC rät angesichts der nunmehrigen Preiserhöhung vor allem in den kommenden Tagen zum verstärkten Preisvergleich.
Diskonttankstellen reagierten auf Preissteigerungen üblicherweise mit zwei- bis dreitägiger Verspätung, erklärte ÖAMTC-Verkehrsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau gegenüber der APA. In diesen Tagen könne man so bis zu 2 S pro Liter sparen. So liegt der günstigste Literpreise bei Super Plus derzeit mit 12,99 S um 2,06 S und jener für Eurosuper und Normalbenzin mit 12,19 S bzw. 11,99 S um 1,96 S unter dem Höchstpreis. Bei Diesel beträgt die maximale Preisdifferenz derzeit 1,76 S.

