Capriati profitierte von Henins Verletzung

Die Schweizerin Martina Hingis ist am Samstag im mit 1,085 Millionen Dollar dotierten Damen-Tennis-Turnier in Berlin ausgeschieden. Die Weltranglisten-Erste verpasste das Finale der German Open durch eine 6:3,0:6,4:6-Niederlage gegen die weiter in Topform spielende Französin Amelie Mauresmo.
Die Weltranglisten-Neunte trifft im Endspiel am Sonntag auf Australian-Open-Gewinnerin Jennifer Capriati aus den USA, die im Halbfinale von einer Verletzung ihrer Gegnerin Justine Henin profitierte, die beim Stand von 6:2,4:6,2:1 für Capriati aufgab.
Hingis verlor nach problemlos gewonnenem ersten Satz völlig den Faden gegen Mauresmo und produzierte ungewohnt viele Fehler. Die Berlin-Siegerin von 1999 kam erst nach dem 1:4 im dritten Satz noch einmal besser ins Spiel und bis auf 4:5 heran. Nach 93 Minuten feierte Mauresmo aber verdient den dritten Sieg im zehnten Spiel gegen die Schweizerin.
Ein Sturz von Henin entschied die völlig offene Partie gegen Capriati. Beim Stand von 1:2 und einer 40:30-Führung im Entscheidungssatz knickte die 18-Jährige mit dem rechten Fuß um. Nach einer Behandlungspause versuchte es die Belgierin vergeblich noch einmal und gab unter Tränen auf. "Ich hätte natürlich lieber richtig gewonnen", sagte Capriati. "Ich wollte sie erst gar nicht ins Spiel kommen lassen. Dann hatte ich einen Durchhänger. Daran muss ich noch arbeiten", fügte sie nach dem 97 Minuten langen Match hinzu. Ob Henin beim am Montag beginnenden WTA-Turnier in Rom starten kann, ließ sie offen
