Samstag, 12. Mai 2001

Frieser: "100 Abgeordnete sind genug"

Dramatische Informationsdefizite in der Bevölkerung: Nur eine Minderheit der Bürger kann die exakte Anzahl der Parlamentsabgeordneten angeben (15 Prozent).

Kaum einer kennt einen Abgeordneten seines Bundeslandes (nur 18 Prozent können auf Anhieb einen richtigen Namen nennen), die wenigsten haben persönlichen Kontakt mit ihm (7 Prozent haben schon einmal persönlichen oder telephonischen Kontakt gehabt). Das zeigt eine Umfrage, die die steirische Abgeordnete Cordula Frieser privat beim OGM-Meinungsforschungsinstitut in Auftrag gegeben hat.

Die Mehrzahl der 502 Befragten spricht sich auch für eine Reduktion der Abgeordneten im Hohen Haus aus: 60 Prozent halten die 183 Abgeordneten für zu viel. Unter ihnen sind 51 Prozent für eine Reduktion auf 100 Abgeordnete, 27 Prozent wollen sogar nur 50, 20 Prozent 150 Abgeordnete.

Studien-Auftraggeberin Cordula Frieser: "Diese Studie bestätigt unsere steirische Forderung nach einer Reduktion der Abgeordneten auf 100. Das würde die Qualität im Parlament eindeutig heben." Frieser erwartete nun, daß auch die FPÖ ihr Versprechen wahr macht, das Parlament zu verkleinern. "Die FPÖ steht jetzt auf dem Prüfstand. Betreibt sie nur Populismus oder ist es ihr Ernst mit der Reduktion der Abgeordneten."

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12.5.2001 13:40