Samstag, 12. Mai 2001

Schröder-Chirac

Frankreich und Deutschland werden den EU-Gipfel im Juni im schwedischen Göteborg mit einer gemeinsamen Position in der Frage der Osterweiterung bestreiten. Wir werden uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, betont Schröder die deutscht-französische Achse.

Diese Gemeinsamkeit werde "alle Punkte betreffen", sagte Deutschlands Bundeskanzler Gerhard Schröder am Freitagabend nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Jacques Chirac in Paris. Ohne eine enge Abstimmung Frankreichs und Deutschlands laufe in Europa "nichts oder nur wenig".

"Nichts wird entschieden, wenn nicht alles entschieden ist", sagte Schröder im Hinblick auf die Osterweiterung der Europäischen Union. Dabei knüpfte er an die französische Position an, die Frage der Agrarhilfen nicht losgelöst von den anderen Problemen zu behandeln. Frankreich ist der größte Empfänger der Hilfen. Deutschland fordert unter anderem Übergangsfristen bei der Öffnung des Arbeitsmarktes in der erweitertern EU, was unter den EU-Mitgliedstaaten noch umstritten ist.

Angesprochen auf die jüngsten EU-Reformvorschläge Schröders sagte Chirac, diese seien Teil der Debatte über die Zukunft Europas. Jeder könne seine Meinung dazu äußern, "auch wenn wir uns in Details nicht immer einig sind".

12.5.2001 08:59