Die Zukunft des Behördenweges

In Zukunft soll sie die Verwaltung verbessern und dem Bürger vieles erleichtern: Die Chipkarte. Um Knowhow zu sammeln, läuft nun in Vorarlberg ein Feldversuch.
Die von der Vorarlberger Telekommunikationsgesellschaft (VTG) dazu entwickelte Infrastruktur wurde heute, Freitag, im Landhaus von Landeshauptmann Herbert Sausgruber und VTG- Geschäftsführer Heinz Loibner vorgestellt.
Behördenwege elektronisch
So wie es heute schon eine Selbstverständlichkeit ist, Bankgeschäfte über Internet zu erledigen, können zukünftig viele Behördenkontakte elektronisch erfolgen. Sausgruber: "Vorarlberg ist in Punkto elektronischer Information und Kommunikation schon gut unterwegs. Anfragen per E-Mail zu stellen oder Formulare vom Formularserver des Landes herunterzuladen ist durchaus schon Standard."
Zukünftig wird man die Formulare auch ausfüllen und den Bearbeitungsstatus des Vorganges mitverfolgen können. Dazu ist eine Rechtssicherheit notwendig, die durch die Gleichsetzung der digitalen Unterschrift mit der physischen Unterschrift durch das Signaturgesetz rechtlich möglich wurde. Für die technische Umsetzung ist der Einsatz von Chipkarten notwendig, die bestimmte Sicherheitsmerkmale haben.
Die Chipkarten dienen zur:
- sicheren Anmeldung an gesicherten Informationsdiensten
- digitalen Signatur von Nachrichten und Dokumenten
- Verschlüsselung von Nachrichten
- Nutzung von elektronischen Formularen.
30 Chipkarten im Feldversuch
Im Rahmen des Vorarlberger Feldversuches sind 30 Karten im Einsatz. Die VTG übernimmt die Rolle des Trustcenters zwischen Land und Gemeinden. Danach sollen im zweiten Schritt bestimmte Institution oder Firmen, die mit der Verwaltung regelmäßig kommunizieren, diese Technologie verwenden. Wenn der elektronische Behördenweg bis Ende 2002 für den Bürger geöffnet wird, soll Vorarlberg in Sachen Knowhow die Nase vorn haben.
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