Russland erwartet keinen Durchbruch

Eine amerikanische Delegation unter der Leitung des stellvertretenden US-Verteidigungsministers Paul Wolfowitz hat in Moskau erste Gespräche über die Raketenabwehrpläne Washingtons aufgenommen. Ein Durchbruch bei den Gesprächen wurde von russischer Seite nicht erwartet.
"Es ist schließlich der erste Kontakt dieser Art mit der neuen Mannschaft von US-Präsident George Bush", wird ein namentlich nicht genannter Vertreter der Regierung zitiert.
Noch am Vortag hatte Außenminister Igor Iwanow betont, dass Russland auf der Beibehaltung und weiteren Festigung des ABM-Vertrags über die Begrenzung von Raketenabwehrsystemen aus dem Jahr 1972 beharre. Allerdings wollte Moskau zunächst mehr über die Pläne Washingtons erfahren.
Im Rahmen der Unterredungen wollte die russische Delegation ihrerseits "konkrete Vorschläge zur Festigung der strategischen Stabilität" unterbreiten. Die von Juri Karpalow, Direktor der Abteilung für Sicherheit und Abrüstung im Außenministerium, angeführte Delegation wollte zudem mit den Amerikanern "Gegen-Ideen" erörtern. Präsident Wladimir Putin hatte erst vor kurzem den Aufbau eines mobilen europäischen Raketenabwehrsystems vorgeschlagen.
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