"Österreich hat es sich leicht gemacht"

Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F) hat in den USA vor Journalisten deutlich Österreichs Verantwortung für die Verbrechen des Nazionalsozialismus anerkannt. "Österreich hat es sich besonders leicht in seinem Umgang mit der Vergangenheit gemacht, indem wir uns zum ersten Opfer Hitlers erklärten", so Riess-Passer.
"So sei dies einfach nicht wahr, meinte Riess-Passer bei einem Auftritt vor dem "National Press Club". Es habe Opfer gegeben, aber Österreicher hätten sich auch an Verbrechen beteiligt, sagte Riess-Passer. Sie hätten mit dem Nazi-Regime zusammengearbeitet. "Das müssen wir anerkennen und dafür müssen wir auch die Verantwortung übernehmen."
Nach einem Gespräch mit dem früheren US-Vizefinanzminister und Entschädigungsverhandler Stuart Eizenstat erklärte Riess-Passer, Österreich warte dringend auf Rechtsfrieden, damit endlich die Zahlungen für ehemalige Zwangsarbeiter des NS-Regimes beginnen könnten.
Gleichzeitig verteidigte die Vizekanzlerin und FPÖ-Parteichefin die Freiheitlichen gegen Vorwürfe in den USA, eine "neonazistische" Partei zu sein.
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