"Meine Versetzung ist eine Bestrafung!"

Lange Jahre war er der Chef im Wiener Sicherheitsbüro. Aber vergangene Woche wurde Max Edelbacher überraschend von seinem Posten abberufen. Warum? Viel wurde über die Motive gemunkelt. Jetzt spricht der Kriminalist über die Hintergründe - exklusiv in NEWS.
Über seine Versetzung: "Glücklich bin ich mit der Situation, in der ich jetzt bin, nicht. Ich hab mein großes, gemütliches Büro im Sicherheitsbüro verlassen müssen und sitz´ nun halt´ strafweise in einem kleinen, spartanisch ausgestatteten - aber immerhin sehr hellen - Zimmer im Bundesamtsgebäude am Liechtenwerderplatz."
Über seine Bewerbung als BKA-Chef: "Zuerst hab ich mich um die Stelle des BKA-Leiters beworben. Irgendwie war das sozusagen auch ein bisserl ein Test: Ich wollt wissen, wie reagiert wird, wenn sich ein Roter um einen so wichtigen Posten bewirbt. Das Ergebnis war so, wie ich mir's gedacht hab: Es gab keinerlei Rückmeldung."
Über die Dauer seiner Strafversetzung: "Mir wurde der Vorschlag gemacht, mich für ein halbes Jahr ins Innenministerium versetzen zu lassen. Dem habe ich jedoch nicht zugestimmt. Denn dienstrechtlich wäre es dann möglich gewesen, meinen Posten im Sicherheitsbüro neu zu besetzen. Gegen eine Versetzung von drei Monaten konnte ich mich aber nicht wehren."
Über die Reaktion von Innenminister Ernst Strasser: "Ich hab mehrmals im Büro vom Herrn Innenminister angerufen - aber niemals einen Rückruf bekommen. Und dann hab ich mich zu ärgern begonnen."
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