Mittwoch, 2. Mai 2001

Noch keine Einigung bezüglich Autorenverträgen

Die Drehbuchautoren Hollywoods wollen mehr Geld: Sie drohen mit Streik, sollten die Studios ihren finanziellen Forderungen nicht nachkommen. Schauspieler drohen nun ebenfalls mit der Arbeitsniederlegung. Dies würde die Film- und Fernsehmetropole komplett stilllegen.

Die amerikanische "Traumfabrik" Hollywood hielt am Dienstag den Atem an, nachdem Drehbuchautoren und Studios trotz des unmittelbar bevorstehenden Ablaufs ihrer Verträge noch immer keine Einigung erzielt hatten. US-Rundfunkberichten zufolge verhandeln beide Seiten weiter und nähern sich in ihren Vorstellungen an. Ihnen bleiben nur wenige Stunden, die letzte Hürde zu nehmen.

Den Drehbuchautoren geht es darum, künftig an Einnahmen aus wiederholten oder im Ausland ausgestrahlten Sendungen beteiligt zu werden. Außerdem verlangen sie erstmals, anteilsmäßig am Gewinn aus Videos und DVDs berücksichtigt zu werden. Versuche der Filmindustrie, sich vorsorglich mit Skripts für die kommenden Wochen und Monate einzudecken und damit für einen möglichen Streik gerüstet zu sein, sollen nach Berichten der "Los Angeles Times" wenig Erfolg gebracht haben.

Die Drehbuchautoren in Hollywood verdienen nach Angaben ihres Verbandes insgesamt 1,2 Milliarden Dollar (1,352 Mrd. Euro/18,6 Mrd. S) im Jahr 2000 und fordern eine Aufbesserung um 99,7 Millionen Dollar für die kommenden drei Jahre. Dem halten die Produzenten entgegen, dass die verlangte Anhebung der Minimaleinkommen auch den Topverdienern zu Gute kommt. Damit würden die Gesamtkosten für die Studios auf 227,4 Millionen und nicht die genannten 99,7 Millionen Dollar ansteigen.

2.5.2001 12:38

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