Donnerstag, 3. Mai 2001

Kollektivverträge sollen Branche attraktiver machen

Die Gewerkschaft der Privatangestellten gründet den neuen Wirtschaftsbereich "Kommunikation". Darin sollen eine Reihe von Branchen zu einer "IT-Sektion" zusammengefasst werden.

Dem Fachkräftemangel will die GBA längerfristig durch verstärkte Lehrlingsaus- und Erwachsenenweiterbildung begegnen. Temporär sei in der jetzigen Situation auch eine Ausweitung der Beschäftigungsbewilligungen denkbar, so GPA-Präsident Hans Sallmutter Sallmutter.

Zunächst müsse man aber erst den tatsächlichen Fachkräftebedarf in Österreich ermitteln. Die Ziffern, die derzeit im Raum stünden, seien noch nicht "stichhaltig".

Außerdem müssten Arbeitgeber stärker bereit sein, die Weiterbildung vor allem die Weiterbildung von Frauen und älteren Mitarbeitern zu fördern.

Die GPA will der Arbeitssituation nun mit neuen Kollektivverträgen (KV) verbessern. Seit 1. Jänner dieses Jahre gibt es sowohl für die Telekommunikation als auch für den IT-Bereich einen KV, der neben abstrakten Arbeitszeitmodellen und Telearbeit auch eine einwöchige Bildungsfreistellung und ein neues Gehaltsfindungsmodell vorsieht. In den neuen Bereichen seien damit alte Forderungen erfolgreich durchgesetzt worden, meint der GPA-Geschäftsstellenleiter der Interessensvertretung, Karl Proyer.

3.5.2001 14:05