Null-Defizit bei schwächerem Wachstum gefährdet

Die OECD folgt in ihrer Wachstumsprognose für Österreich den heimischen Instituten und nimmt die Zahlen für die Jahre 2001 und 2000 deutlich zurück. Für heuer geht die OECD nur von einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,3 Prozent aus.
Für das kommende Jahr sei mit einer leichten Erholung auf ein BIP-Plus von 2,5 Prozent zu rechnen, schreibt die Pariser Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem jüngsten Wirtschaftsausblick.
Damit schließt sich die OECD den Frühjahrs-Prognosen des Instituts für Höhere Studien (IHS) von Ende März an.
Das starke Wachstum der österreichischen Wirtschaft im Vorjahr (3,2 Prozent) habe sich bereits gegen Jahresende 2000 auf Grund sinkender Exporte und eines rückläufigen Privatkonsums verlangsamt. Diese moderate wirtschaftliche Aktivität werde sich heuer fortsetzen.
Das Konsolidierungsprogramm der österreichischen Regierung, das von einem gesamtstaatlichen Null-Defizit für 2002 ausgeht, sei in greifbarer Nähe. Sollte das Wirtschaftswachstum bei Österreichs wichtigsten Handelspartnern schwächer als erwartet ausfallen, könnte das die heimische Wirtschaft belasten und die Budgetpläne in Gefahr bringen.
Arbeitslosenrate erholt sich 2002
Eine Reihe arbeitsfördernder Maßnahmen im Dienstleistungsbereich haben zu einer Erhöhung des Anteils an Teilzeitarbeitskräften geführt und sich im Jahr 2000 damit positiv auf die Arbeitslosenrate in Österreich ausgewirkt. Während heuer das Niveau gehalten werden soll, geht die Pariser Organisation für 2002 - von einem Rückgang der Arbeitslosenrate auf 4,4 Prozent aus.

