Donnerstag, 3. Mai 2001

Schwierige Marktsituation in Mitteleuropa

Beim börsenotierten Baustoffkonzern Wienerberger hat das erste Quartal - bereinigt um desinvestierte Bereiche - mit einem negativen Betriebserfolg (EBIT) von -11,3 Mio. Euro (155 Mio. S) abgeschlossen. Im Vorjahresquartal war es noch bei 17,1 Mio. Euro gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einer ad hoc-Meldung mit.

Dies sei generell auf die witterungsbedingte Beeinträchtigung der Bautätigkeit und im Besonderen auf die schwierige Marktsituation in Deutschland, Österreich und der Schweiz zurückzuführen.

Der 14-prozentige Rückgang des Gruppenumsatzes auf 304,7 Mio. Euro sei auf die Abgabe der Treibacher Industrie AG zurückzuführen, die im ersten Quartal des Vorjahres 46,5 Mio. Euro erwirtschaftet hatte. Der Baustoffumsatz sank um 2 Prozent auf 302,2 Mio. Euro.

Das erste Quartal habe in der Baustoffindustrie saisonalbedingt geringe Aussagekraft und die Ergebnissituation sei vor allem von den Wetterbedingungen in den Hauptmärkten abhängig, hieß es weiter.

Ungeachtet der Ergebnisrückgänge im ersten Quartal bleibe die Einschätzung der unterschiedlichen regionalen Märkte und der dafür entwickelten industriellen Strategie unverändert. Zusätzlich würden Schwerpunkte bei Marketing, Technologieentwicklung, Kostenmanagement und Restrukturierung gesetzt.

In den 'Turnaround' Märkten Deutschland, Österreich und der Schweiz müsse Wienerberger als Marktführer aktiv an der Restrukturierung der Ziegelmärkte mitarbeiten, um eine Bereinigung der Kapazitäten herbeizuführen, und die Preise wieder auf ein normales Niveau anzuheben.

Bild: Wienerberger-GD Reithofer

3.5.2001 09:05