Mittwoch, 2. Mai 2001

Heimische Preise immer weiter vom EU-Schnitt entfernt

Fällt die 20 Schilling Grenze: Umfrage

Den Autofahrer platzt beim Tanken vor Wut der Kragen, die Mineralölfirmen erhöhen die Preise munter weiter: Die Spritpreise in Österreich liegen nach Rekordwerten der Vorwoche nach wie vor auf hohem Niveau. Und sie sollen weiter steigen.

Der gewichtete Netto-Durchschnittspreis, den die Eu-Kommission wöchentlich jeden Montag erhebt, ist für Eurosuper nach einem Jahresrekordwert von 5,22 S je Liter nunmehr auf 5,29 S (0,38 Euro) gestiegen. Diesel kostete im Durchschnitt am Montag 4,84 S nach 4,78 S in der Vorwoche, meldete die Kommission am Mittwoch-Nachmittag.

In der gesamten EU stagnierten die Preise für Eurosuper auf 4,95 S. Der EU-Durchschnittspreis für Diesel ist von 4,53 S auf 4,46 S leicht zurückgegangen. Der Abstand der heimischen Nettopreise vom EU-Mittelwert vergrößerte sich damit bei Eurosuper auf 34 Groschen und bei Diesel auf 37 Groschen.

Österreich beim Sprit unter teuersten Ländern
Damit liegt Österreich laut ÖAMTC-Verkehrsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau wieder unter den teuersten Ländern Europas. Vor allem im Vergleich zu Deutschland sei der Nettopreisabstand enorm. Dort kostete ein Liter Eurosuper am Montag 4,78 S, ein Liter Diesel 4,19 S.

Während die österreichischen Höchstpreise seit 18. April konstant geblieben sind, hat es im Preismittelfeld laut ÖAMTC in der vergangenen Woche starke Erhöhungen von stellenweise bis zu 60 Groschen gegeben. Zum Teil seien diese Verteuerung gegen Wochenende wieder zurückgenommen worden.

Dennoch nähere man sich der 40 Groschen-Bandbreite wieder zielstrebig an, meint Brugger-Brandau. Die OMV hatte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) im September vergangenen Jahres unbefristet zugesagt, die Nettopreise für Eurosuper und Diesel in Österreich nicht mehr als 40 Groschen über den EU-Durchschnitt anzuheben.

2.5.2001 18:12