Geldmengendaten aus Euroraum schwächen EURO

Geldmengendaten zum Euroraum haben am Montag den Euro deutlich nach unten gezogen. Gegen 16.00 Uhr kostete die europäische Gemeinschaftswährung 0,8864 US-Dollar.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor den Referenzkurs auf 0,8876 (Freitag: 0,9023) US-Dollar festgesetzt. Die mit fünf Prozent höher als erwartet ausgefallenen Geldmengendaten für den Euroraum ließen wieder Inflationsbefürchtungen aufkeimen, meinten Händler.
Zudem sei ein Zinsschritt der EZB nun unwahrscheinlicher geworden, erklärten Händler. Marktbeobachter hofften auf eine Leitzinssenkung, damit die europäische Konjunktur wieder an Fahrt gewinne und in der Folge den Euro nach oben ziehe.
Auch auf dem G7-Treffen der Finanzminister und Notenbanker sei die EZB kaum unter Druck gekommen für ihre Weigerung, die Leitzinsen zu senken. Mit stärkerem Druck hätten aber einige Marktteilnehmer gerechnet, sagte der Bank-of-America-Analyst Jeremy Hawkins.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6195 (0,6254) britische Pfund, 109,67 (112,01) japanische Yen und 1,5366 (1,5378) Schweizer Franken fest.

