Zustimmung der Österreicher zum Euro aber im Steigen

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Kühl ist Österreichs Verhältnis zur Europäischen Union noch immer, die Zustimmung zum Gebilde EU ist jedoch im steigen begriffen. Heute gab die EU-Kommission die neuesten Umfragewerte im so genannten Eurobarometer bekannt.
Thema gemeinsame Währung (Euro)
Die Zustimmung der Österreicher zur gemeinsamen europäischen Währung Euro ist im Steigen. Im Herbst 2000 sprachen sich 53 Prozent der Österreicher für den Euro aus. Das sind um fünf Prozent mehr als noch im Frühjahr 2000. Auf der anderen Seite zählen sich allerdings 38 Prozent der Österreicher zu den dezidierten Euro-Gegnern. Im EU-Schnitt wird die gemeinsame Währung von 55 Prozent der Bevölkerung unterstützt und von 37 Prozent abgelehnt. Im Schnitt der EU-12, also der Eurozone, unterstützen 62 Prozent die mit 2002 auch in Banknoten und Münzen eingeführte Währung, 31 Prozent lehnen sich ab.
Thema Zustimmung zur EU generell
Die Aufhebung der von den EU-14 auf Grund der FPÖ-Regierungsbeteiligung gegen Österreich verhängten Sanktionen im vergangenen Herbst zeigt Wirkung: die Österreicher sind wieder EU-freundlicher eingestellt. Seit dem Frühjahr 2000 bekennen sich wieder fünf Prozent mehr zur Union. In absoluten Zahlen hielten 38 Prozent der Österreicher im Herbst 2000 die EU "für eine gute Sache", 24 Prozent für "schlecht". Auch mit diesem Wert findet sich Österreich allerdings weit abgeschlagen. EU-weit unterstützt exakt die Hälfte der Bevölkerung die Union, 14 Prozent deklarieren sich als Gegner.
Thema Informationen über die EU
Die Österreicher fühlen sich EU-weit am besten über die Europäische Union informiert. Gemessen an einer Skala von eins bis zehn erreichte die österreichische Bevölkerung beim EU-Wissen nach ihrer Selbsteinschätzung mit 5,44 im EU-Vergleich den höchsten Wert. Über die Fünfer-Marke kamen auch Dänemark (5,18), Deutschland (5,15) und Luxemburg (5,05). Am anderen Ende der Skala finden sich Portugal mit einem Wert von 3,89 und Großbritannien mit einem Wert von 3,78.
Thema EU-Osterweiterung
Österreich teilt sich mit Frankreich in Sachen Ablehnung der EU-Erweiterung den ersten Platz: in beiden Ländern sind 50 Prozent der Bevölkerung gegen eine Vergrößerung der derzeit 15 Mitgliedstaaten umfassenden Union. Im EU-Schnitt liegt die Ablehnungsrate der Erweiterung bei 35 Prozent. Die wenigstens Erweiterungs-Gegner weisen Griechenland und Spanien mit jeweils 18 Prozent auf. In Deutschland treten 43 Prozent der Bevölkerung gegen die Vergrößerung ein.
Die meisten Erweiterungs-Befürworter finden sich in Griechenland mit 70 Prozent der Bevölkerung. Im EU-Schnitt sind es 44 Prozent, in Österreich 32 Prozent. Deutschland liegt bei einer Zustimmung von 36 Prozent.

