Krisenprävention höchste Priorität

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat ein Programm zur Vermeidung internationaler Finanzkrisen verabschiedet. Effektiven Maßnahmen zur Krisenprävention wird höchste Priorität eingeräumt.
IWF-Direktor Horst Köhler erklärte, der Währungsfonds müsse die Vermeidung von Krisen in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen.
US-Finanzminister Paul O'Neill erklärte, mit dem neuen Frühwarnsystem müsse der IWF weniger oft eingreifen, weil er die Entstehung von Krisen von vornherein vermieden habe. Nach Angaben von Köhler einigten sich die Mitglieder des Exekutivdirektoriums außerdem auf eine Ausdehnung der Finanzhilfen für die Türkei und Argentinien. Köhler sah nach den Beratungen den IWF insgesamt gestärkt.
Köhler wiederholte seine Empfehlung an die Adresse der Europäischen Zentralbank (EZB), die Zinsen zu senken. EZB-Präsident Wim Duisenberg schloss dies in Washington erneut aus.
Auch die G-7-Finanzminister brachten eine Euro-Zinssenkung in ihrer Beurteilung der Weltwirtschaftslage am Samstag nicht zur Sprache.

