25:21-Heimsieg über UHC Stockerau

HC Bregenz hat es geschafft und damit darf sich das Ländle erstmals über den österreichischen Handball-Meistertitel der Männer freuen. Die Vorarlberger setzten sich am Freitag vor eigenem Publikum in der zehnten und letzten Runde des HLA-Meister-Playoffs im direkten Duell gegen den bisherigen Spitzenreiter UHC Stockerau mit 25:21 (11:8) durch.
Damit stießen sie die Niederösterreicher, denen schon ein Punkt zur Meisterschaft gereicht hätte, noch von der Tabellenspitze.
Nach der 1:0-Führung von Barisic lagen die Hausherren in der vollen Schendlinger Halle bis auf eine Ausnahme, als Stockeraus Top-Scorer Martin Schierer zum 5:5 traf, ständig in Front. Grund dafür war eine starke Bregenzer Defensive und ein überzeugender Torhüter Konrad Pfadenhauer, der mit dieser Partie auch seine Karriere erfolgreich beendete. Während sich zudem bei den Bregenzern die Tore auf mehrere Spieler verteilten, war bei den Gästen zu Beginn nur ein Mann erfolgreich: Die ersten fünf Treffer gingen ohne Ausnahme auf das Konto von Kapitän Schierer.
Bis zur Pause bauten die Gastgeber die Führung auf drei Treffer aus, wobei Stockerau-Keeper Stefan "Igor" Moayad noch einen höheren Rückstand seines Team verhinderte. Nach dem Wechsel kamen die Niederösterreicher zwar mehrere Male bis auf ein Tor heran (11:12, 13:14, 14:15, 15:16, 17:18), letztlich blieb aber die größere mannschaftliche Ausgeglichenheit bei Bregenz der Schlüssel zum Erfolg.
Damit erreichte der steile Aufstieg der Bregenzer Handballer seinen vorläufigen Höhepunkt: Nach dem HLA-Vizemeistertitel und dem Cupsieg im Vorjahr setzten sich die Schützlinge von Spielertrainer Bruno Gudelj im erst vierten Jahr in der höchsten Spielklasse die Krone auf. "Alle zusammen haben das möglich gemacht. Entscheidend war aber die herausragende Defensive", freute sich Bregenz-Manager Roland Frühstück nach der Partie.
Die zuvor im Meister Play-Off ungeschlagenen Niederösterreicher wurden hingegen in der letzten Runde noch abgefangen und müssen weiterhin auf den zweiten Meistertitel nach 1986 warten. "Wir haben den Titel nicht hier verloren, wir hätten schon vorher den Sack zumachen müssen", meinte Stockerau-Torhüter Moayad.
